Hier findet Ihr Neuigkeiten
update: 19.12.2011
Inhalt: Zum Lesen einfach
die Titel anklicken
Harald May verstorben
Zuschrift von Walter Brand
Die "SPHINX" wird verkauft
Die "FREYDIS" vom Tsunami getroffen
Neuer ANITA-Film von Achim Dunker
"ANITA" zu einer Werft nach Dänemark überführt
Kommentar zu den letzten Beiträgen
auf der Seite des Fördervereins.
Walter Carls schreibt im Forum
Sie können es einfach nicht
Der Vorstand der SK12er schreibt im Forum
Homepage SK12er
Neue Segelkameradschaft 12er
Zum Rundbrief der "faktisch zu Ende gegangenen SKO"
Traueranzeige SKO
Die "wahren Gralshüter" der ANITA
Unsinn und Wahrheiten im Internet
Kommentar zur MV vom 7.11.2009
Geschichte eines Untergangs (von Dr. K.L. Sattler)
Zuschrift von Walter Brand betreffs der Seite des Fördervereins
Fast bekannt, ebenso wie der Inhalt teils
bescheuert ist.
Die Holzkajütbebauung ist keine Kuchenbude.
Das Schiff wurde noch unter dem Eigner, der es 1938 bei A & R erbauen ließ als Yawl
umgerüstet um es tourentauglich zu machen. Durch den Krieg und das Aus für den
Amerikapokal und später den Tod von Herrn Walter Rau, der ja bekannt wurde durch die
Rau-Fette ebenso wie durch seine damals noch bestehende Walfangflotte in Stavanger in
Norwegen, weshalb wir da so eine Beziehung hatten, erwarben wir dann das Schiff von der
Witwe, die "ANITA" hieß.
Es heute als Regattaziege aufzumöbeln ist schlicht dümmlich und ein 12-er hat auch
keinen Einbaumotor.
Und dann der Rückbau zur Sloop, dass ich nicht lache. Und der neue Eigner ist ein Klub im
Rheingau, sei's drum. Und die Vorstellung, dass Jugendliche auch anderer Klubs da Freude
bekommen und das alles finanzieren, ist schon jenseits der Vorstellungskraft.
Hauptsache die alte Elektronik kommt raus - diese war ja nicht von gestern sondern eher
von morgen- dafür stand Manfred Ernst sicher gerade. Nun ja, es war eine meiner tiefsten
und schönsten Lebenserinnerungen, aber alles ist mal vorüber. Rassau rotiert im Grabe,
M. Ernst stinkt es genau so, wenn ich denke, dass er eine halbe Lebenskraft mal da
reingesteckt hat.
Und was lernt die Jugend? Seemannschaft lernt man nie auf Regatten, da muss man bloß
Gewicht nach Luv bringen und 2 Leute müssen das andere können.
![]()
Der Zwölfer "SPHINX", der in den letzten Jahren von Oliver Berking
restauriert wurde steht zum Verkauf.
So wie ich und viele Andere das sehen, wird es "ANITA" ähnlich gehen, da mit
den vorliegenden Konzepten eine Finanzierung unwahrscheinlich erscheint.
Siehe hierzu auch den folgenden Artikel: http://www.yachtblick.de/klassiker-und-grosssegler/12-mr-yacht-sphinx-steht-zum-verkauf/
Die "FREYDIS" vom Tsunami getroffen
Die Segelyacht "FREYDIS" von unseren Freunden Heide
und Erich Wildts wurde im Hafen von Iwaki
im Nordwesten Japans nahe Fukushima von dem Tsunami überrollt und ist wahrscheinlich
schwer beschädigt.
Nach unbestätigten Meldungen ist sie beschädigt an einer Insel gestrandet.
Heide und Erich waren zum Glück gerade in Deutschland.
Näheres auf deren Homepage, wo auch
Presseberichte aufgerufen werden können, sowie in der "YACHT"
Neuer ANITA-Film von Achim Dunker
Achim Dunker hat einen Film über ANITA produziert und ins Netz
gestellt.
Dieser Film kann hier aufgerufen werden.
"ANITA" zu einer Werft nach Dänemark überführt
"ANITA wurde am 17.11. zu einer Werft in Dänemark gebracht, wo sie repariert
werden soll.
Infos dazu auf der Seite der "Freunde
der ANITA e.V."
und im Forum der Freunde
der "ANITA"
Ein Fernsehbeitrag des NDR über den Transport kann hier aufgerufen werden
Kommentar zu den letzten
Beiträgen auf der Seite des Fördervereins.
31.10.2010
Wenn man glaubt, "ANITA" für rund 200.000 Euro sanieren zu können, ist das schon wieder das früher erwähnte Wunschdenken. Meiner Erfahrung nach muß mehr als das Doppelte angesetzt werden. Für 200.00 Euro kann dabei nur "Murks und Pfusch" rauskommen.
Gottschalk schreibt:
Für die Gesamtfinanzierung des Projekts fehlen vor allem Gelder aus den
Gruppierungen, die ANITA in den letzten Jahrzehnten aktiv gesegelt und
intensiv genutzt haben, in Kenntnis, dass eine Kostendeckung nicht
vorhanden war !
(Am 1.11. wurde dann dieser Absatz verändert, da man offenbar
durch diesen Kommentar gemerkt hat, welchen Mist man da geschrieben hat)
Aus diesen "Gruppierungen" wird wohl kaum ein Cent
kommen, so wie sie von der SCR-nahen Gruppe in den letzten Jahren behandelt worden sind.
Hier noch zu behaupten, daß für die Nutzung der "ANITA" keine Kostendeckung
vorhanden gewesen sei, ist eine klare Unwahrheit und Blödsinn. Von den Überschüssen der
"ANITA" wurde Beispielsweise -gegen die Meinung der erwähnten Gruppierungen-
die Westwind gekauft. Diese musste dann, um die Renovierug der "ANITA" 1996 zu
stemmen, mit großem Verlust verkauft werden.
Wie man so ein Projekt anpackt, haben diese "Gruppierungen" und meine
Mitarbeiter und ich 1996/97 gezeigt, wobei zu erwähnen ist, daß sich praktisch kaum
SCR-nahe an den Arbeiten beteiligt haben.
Auch die Festlegung auf Kreditfinanzierung zu verzichten ist für mich unverständlich.
Wir haben dies damals gemacht und dann den Kredit in den nächsten Jahren aus der
"nicht vorhandenen Kostendeckung" bedient.
Gottschalk schreibt weiter:
Mit Bedenkenträgern führen wir gern einen offenen, ergebnisorientierten Dialog.
Lasst uns miteinander und nicht hintenherum übereinander reden !!
Da bin ich derselben Meinung. Es gibt ja noch das alte SKO-Forum
( http://skostsee.bboard.de/board/fs-34355020nx16349.html
)
Hier kann jeder nach Lust und Laune, mit gewissen Einschränkungen seine Meinung
"offen"kundtun.
Euer

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Walter Carls schreibt im Forum
Auf der Internetseite Freunde der ANITA (SCR) hat sich einiges getan:
- es wird nicht mehr der Stand der zugesagten Spenden aufgelistet
- es wird von Herrn Gottschalk auf ein vom Gutachter Baykowski erstelltes
Leistungsverzeichnis verwiesen. Dieses Leistungsverzeichnis ist extrem rudimentär (wenige
Seiten) und ist damit für vergleichbare Angebote ungeeignet, da es viel zu große
Spielräume der Reparaturen ermöglicht. Der Gutachter Baykowski ist ein anerkannter
Gutachter. Warum dann dieses ganz offensichtlich unzureichende
"Leistungsverzeichnis" als Grundlage der Angebote ?
- es wird darauf hingewiesen, dass ein dänisches Angebot neben zwei weiteren Angeboten
vorliegt, dass so günstig ist, dass nur noch etwa 100.000 Euro für die Reparatur
benötigt wird.
Dabei wird verschwiegen, dass das dänische Angebot bei etwa 200.000 Euro, die beiden
anderen Angebote etwa deckungsgleich bei 300.000 euro liegen. Bei vergleichbaren Arbeiten
ist diese große Diskrepanz erklärungsbedürftig, weil normalerweise nicht vorstellbar.
Und auf diese Preise ist ein entsprechender finanzieller Sicherheitspuffer aufzuschlagen.
Daher ist zu bezweifeln, dass nur noch 100.000 Euro fehlen.
Wie es uns schon lange klar ist,
sie können es einfach nicht.
Heute steht unter den News auf der Seite www.freundedersyanita.de
, der Seite des neu gegründeten Fördervereins (Ableger des SCR) folgender Beitrag:
14. Juni 2010 (W.Gottschalk)
Liebe Freunde der ANITA,
leider sind bisher keine neuen bindenden Spendenszusagen oden gar Spenden
eingegangen.
Der Aufruf des SKO-Vorstandes blieb ohne Rückmeldungen.
Volker verhandelt derzeit mit der Yachtwerft Glückstadt über den Winterlagervertrag.
Für das 12er-Segelangebot für Herbst 2010 gibt es nur zwei Interessenten.
Gruß
Wolfgang
Inzwischen ist man wohl auch beim SCR zu der Einsicht gelangt, daß Volker Christmann ein Phantast und Märchenerzähler ist, denn alle Meldungen auf dieser Seite stammen aus der Feder von W. Gottschalk, der ja wohl schon immer federführend bei der ganzen Aktion tätig gewesen ist.
Manfred
Der Vorstand der SK12er schreibt im Forum
Und nun schreibt uns der Vorstand der aufgelösten SKO
an und bettelt um Spenden, um ANITA "selbstbestimmt segeln" zu können.
Hat der SKO-Vorstand
keinen Anstand ??
Woher kommt der Umstand ?
Was ist der Kassen-Bestand ?
Wo bleibt der Verstand ???
N.B. Das erwähnte Rundschreiben findet Ihr unter www.anitafreunde.eu/Rundschr.pdf
Laut Protokoll der SKO-Versammlung vom 20.2.10 unter Top
3 letzter Absatz ist zu lesen, dass wenn man ANITA verkaufen muß,
weil man sie nicht zahlen kann, die " .. Mitglieder nach dem Verkauf den Fortbestand
der SKO beschließen können und mit den
dann vorhandenen Geldmitteln eventuell ein neues Schiff kaufen. ..."
Träumt weiter liebe SCR-Milchmädchen. Das geeigneste Schiff wäre ein
"Optimist". Der passt gut dazu.
In dem Sinne
Euer Walter
Die Homepage der Segelkameradschaft
12er wurde zum 1.Mai freigeschaltet.
Die Adresse ist: http://www.sk12er.org . Mehr dazu im Forum.
Neue Segelkameradschaft 12er (SK12er)
Die Segelkameradschaft 12er, kurz SK12er, wurde am 19.02.2010 in Grafing bei München gegründet. Denn am Tag darauf beschloß die Segelkameradschaft Ostsee, kurz SKO, die selbst eine 12mR-Yacht betrieb, sich aufzulösen.
Die Segelkameradschaft 12er entwickelt sich überregional und international, wobei regionale Treffen gewollt sind. Sie strebt eine große Anzahl Mitglieder an. Menschen jeden Alters sind willkommen, ob Anfänger oder erfahrene Interessierte. Wichtig ist, aktiv mitzumachen.
Die Segelkameradschaft 12er ist ein Zentrum rund um 12mR-Segelyachten und vergleichbare Klassik-Yachten dieser Zeit. Das Ziel ist, die Liebe zu diesen Yachten zu pflegen und auszubauen.
Der neue Verein enthält viele SKO-bewährte Merkmale, ist aber modifiziert und
erweitert im Vergleich zur bisherigen SKO. Und er ist die Umsetzung des von Walter Carls
in der SKO-Hauptversammlung im November 2009 in Wiesbaden vorgestellten Konzeptes.
Wir wollen bis April dieses Jahres deutlich eine dreistellige Mitgliederzahl haben und:
wir wollen im April einen kurzen ersten Törn auf einem 12er organisieren. Danach starten
wir dann weitere längere Törns.
In dem Sinne haben wir angefangen zu geben: Eine Satzung, eine Gründung und nun die Homepage. Die ersten zwei Punkte sind durch alle Gründungsmitglieder abgearbeitet worden, der dritte Punkt folgt bald nach der Kommentierung aller Mitglieder.
Die Adresse der Homepage ist www.sk12er.org
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Zum Rundbrief Nr.5 der faktisch zu Ende gegangenen Segelkameradschaft Ostsee
Ich habe mir den neuen Rundbrief Nr.5 der
faktisch zu Ende gegangenen Segelkameradschaft Ostsee einmal zu Gemüte geführt. Mein
Kommentar dazu: "Gelesen und
gelacht".
Das Christmannsche Wunschdenken und seine Phantastereien finden hier ihre Fortsetzung. Wie
soll denn der Förderverein bis Ende 2010 die angepeilten 400.000 Euro zusammenbringen,
wenn in drei Monaten nur 89.000 Euro zusammengekommen sind. Die Spender und Sponsoren
standen eben nicht, wie von ihm vollmundig behauptet, vor Christmanns Tür. Stifter aus
der Region für einen "Rhein-Main
Zwölfer" werden schwerlich zu finden sein, wir befinden uns schließlich
nicht in Hamburg oder Bremen.
Die viel gescholtenen "auswärtigen Segler" werden einen Dreck tun, gutes
Geld zu geben und sich dann unter
der Federführung des SCR bevormunden zu lassen.
Dann die fiktive Törnplanung:
10 Tage soll das Schiff zu erhöhten Preisen vermietet
werden. Potenzielle Mieter sind dafür bereits vorhanden.
Wer ist denn so dämlich, teures Geld dafür hinzulegen, wenn er dies am Mittelmeer auf
besseren Schiffen billiger haben kann.
14 Tage soll dem Jugendsegeln gewidmet sein, das durch
obige Vermietung erst möglich wird.
C. tut gerade so, als wären früher keine Jugendtörns durchgeführt worden, und das
oftmals länger als 14 Tage/Jahr allerdings finanziell unterstützt durch die Beiträge
und Törngebühren der "Auswärtigen".
14 Tage sollen für die Teilnahme an Klassikertreffen
genutzt werden, um Anita einer breiten Interessengruppe zeigen zu können.
Das ist natürlich gut für C´s Profilneurosen. Er könnte hier im feinen blauen Zwirn
"sein" Schiff vorführen.
12 Tage soll das Schiff für Tagestörns zur Verfügung
stehen, dies ist ein Angebot für Segler im mittleren Alter, die Abends zurück zu ihrer
Familie möchten.
Also für Weicheier, die niemals zu einer Crew zusammen wachsen werden und abends wieder
zu Mama wollen.
50 Tage bleiben weiterhin für Tourensegeln.. Diese
Reisen haben aber zukünftig eine Revierbegrenzung auf die Ostsee - wie alle 12-er - die
nur in Ausnahmefällen verlassen werden soll. Der Gedanke ist die schnelle Erreichbarkeit
eines schützenden Hafens bei schlechten Wetterbedingungen.
Das ist ja wohl so notwendig, da alle guten,erfahrenen Skipper weggelaufen sind. Ausserdem
ist es hier ratsam einen sicheren Hafen anzulaufen, da die Ostseewelle für ein Schiff mit
solchen Überhängen das Schlimmste ist was man ihm antun kann.
Und außerdem, Rechnen müßte man können.
Für alle, dieses Wunderwerk noch nicht gelesen haben, hier
anklicken.
Euer Manfred
Siehe hierzu auch das Protokoll der aoMV der SKO
Die wahren Gralshüter der ANITA
Seit 19.
Januar steht ein Brief der wahren Gralshüter der ANITA im Internet
und ist unter
http://www.skostsee.org/web-content/bilder/4_sko-brief.pdf
nachzulesen.
Was ich, der sich auch persönlich angegriffen fühlt, davon halte, könnt Ihr hier lesen.
Das vierte Rundschreiben der "jetzigen" SKO zeigt, daß diese Leute einfach
gewachsene Strukturen nicht begriffen haben und immer noch meinen, die SKO sei ein
Anhängsel des SCR gewesen.
Durch ihr Handeln in den letzten zwei Jahren haben sie die alten "auswärtigen"
Kameraden total verprellt, sodaß diese reihenweise gesagt haben, dies ist nicht mehr
meine SKO und sind ausgetreten. Man kann eine solche Gemeinschaft nicht mit Wallufer
Kirchtumsphilosophie führen und sich dann fragen warum diese "Auswärtigen"
kein Geld fließen lassen. Daß es auch anders geht, hat das Jahr 1996 gezeigt, als ich
mit meiner Vorstandcrew (alles Auswärtige) und der finanziellen und tatkräftigen Hilfe
der "Auswärtigen" -fast kein Wallufer war dabei zu sehen- die Renovierung der
ANITA gestemmt habe. Auch damals wurde schon versucht zu bremsen. Auf der aoMV im März
1996 drückte Wolfgang Gottschalk einen Antrag durch, der die Ausgaben zur Restaurierung
auf 560.000 DM begrenzen sollte, an den ich mich aber, zum Wohle der ANITA, nicht gehalten
habe.
Ja, richtig, nur SCR-Nahe haben Spendenzusagen gemacht, aber nicht 100.000 Euro sondern
nur 86.400.
Auch wieder so ein Christmannsches Wunschdenken. Ich denke da auch besonders an seinen
Ausspruch: "Bei mir stehen die Spender und Sponsoren Schlange."
Warum kommt denn heute von den "Auswärtigen" kein Geld und warum verlassen sie
die SKO ??
Der Grund ist doch wohl von jedem einsehbar. Sie haben keine Lust eine Crew von Leuten
zu finanzieren, die das Seesegeln in der
Art, wie wir es über 40 Jahre betrieben haben, ablehnen. Und die lieber an Events (wohl
um sich persönlich zu profilieren) und Regatten teilnehmen und nur auf der überfluteten
Wiese (Ostsee) segeln wollen. Dabei haben sie noch nicht einmal kapiert, daß Regatten und
das Segeln auf der Ostsee mit ihrem kurzen Seegang das Schiff am meisten strapazieren.
Wenn ich dann lese, daß ANITA in der Irischen See, einem der schönsten Reviere der Welt,
zu Tode geschruppt wird, zweifle ich endgültig an deren Sachkenntnis. Dies reiht sich
lückenlos in die Tatsache ein, daß ein Skipper, der
nur einen A-Schein hatte, von seinen
SCR-Freunden mit der "Westwind" verantwortlich auf See gelassen werden sollte.
Getreu dem Gottschalk-Motto: Wer auf dem Rhein segeln kann, kann überall segeln. (Zitat
aus "100 Jahre SCR")
"Segelt sie oder versenkt sie, aber tut sie nicht ins Museum" ist übrigens ein
Zitat von Bob von Linde, der in den Anfangsjahren der SKO ein renomierter Schiffsführer
mit vielen Törns auf der ANITA war, dem der heutige Vorstand nicht das Wasser reichen
könnte. Dem erwähnten Artikel des "verbitterten und egoistischen Ex-Skippers",
es handelt sich dabei um unseren ehemaligen Vorsitzenden Dr. K.L. Sattler, kann ich
inhaltlich nur zustimmen. Er hat hier die Entwicklung vieler Jahre zutreffend beschrieben,
die zu den jetzigen Verhätnissen führte.
Hier nachzulesen: http://www.anitafreunde.eu/geschichte_eines_untergangs.htm
Die Skipper der ANITA nun in einer Weise zu beschimpfen, daß sie nur eine billige
Chartermöglichkeit gesucht hätten, ist eine bodenlose Unverschämtheit, die den
Charakter und die Einstellung des momentanen Vorstandes ausweist.
Diese Skipper haben die ANITA mit 139 gewonnen Plaketten zum erfolgreichsten Schiff in den
Fahrtenwettbewerben der Kreuzerabteilung gemacht und ausserdem noch viele herausragende
Preise für ihre Reisen gewonnen. Sie haben der SKO einen einmaligen Ruf im Kreis der
europäischen Segler verschafft.
Daß der SCR unter Federführung der Herren Christmann und Gottschalk die Liebe zu diesem
Schiff gepachtet hat, scheint nun klar zu sein. Die "Auswärtigen" durften es
nur durch die Gnade des SCR segeln und kaputtschruppen.
Kein Mitglied dieses Vorstandes hat allerdings jemals die ANITA verantwortlich geführt.
Wenn dieser Vorstand mit dieser Sachkenntnis und diesem Verhalten glaubt, dieses Projekt
durchziehen zu können, wünsche ich ihm viel Glück

Es ist schon sagenhaft, welcher Unsinn, aber
auch welche Wahrheiten im Internet kursieren. Nachzulesen im Yacht-Forum.
Schaut Euch das doch mal an. Hier der Link: http://forum.yacht.de/showthread.php?t=109375
Liebe Crewmitglieder und Freunde,
Die jährliche Mitgliederversammlung der SKO hat am 7.11 in Wiesbaden
stattgefunden.
Wir Ihr sicher wisst, bin ich seit 1970 Mitglied der SKO, in vielen Reisen über 20.000 sm
mit vielen von Euch als Skipper auf der ANITA gesegelt, habe die SKO von 1996 bis 2002 als
Vorsitzender geleitet und bin vor einigen Jahren für meine Verdienste um die SKO und die
Renovierung der ANITA zu deren Ehrenmitglied ernannt worden.
Doch was ich auf dieser MV erleben musste hat mich dazu gezwungen meine
Ehrenmitgliedschaft niederzulegen. Es ist keine Ehre mehr, in einem Verein zu sein, in dem
solche Intrigen gesponnen werden. Schon lange schwelen die Kontroversen zwischen den
traditionellen ANITA Seglern und den Regatta Fans und Event-Süchtigen, besonders aus den
Reihen des SCR.
Dies ist nun auf der MV am 7.11 in Wiesbaden esklaliert.
Die MV war von einer Mehrheit von extra dazu mobilisierten SCR Mitgliedern beherrscht, die
alle, von anderen Gruppen eingebrachten Anträge, abschmetterten. Es wurde ein Vorstand
gewählt, der ausschließlich aus SCR Mitgliedern besteht, mit dem Vorsitzenden Volker
Christmann, das gleiche gilt für alle anderen Ämter.
Wie sich der neue Vorstand die Zukunft der SKO vorstellt, gab er in den folgenden Tagen in
Rundschreiben bekannt, die auf den neuen
SKO-Seiten nachzulesen sind. Törns nur noch in Nord- und Ostsee, ein Schwergewicht
auf Regatten und ähnliche Events. Von einer vor der Versammlung vollmundig verkündeten
Finanzierungsmöglichkeit der ANITA-Erneuerung ist praktisch nichts mehr übrig. Es wurde
ein Förderverein gegründet, der mit Spenden für die Finanzierung sorgen soll.
Die Folge dieser Politik ist ein massenhafter Austritt von Mitgliedern, die keine Hoffnung
mehr für ANITA und die SKO erkennen können.
Da diese Konstellation für mich keine Zukunft für die SKO und die ANITA
erkennen lässt, habe ich meine Ehrenmitgliedschaft in der SKO und alle meine Tätigkeiten
für die SKO schon während der MV niedergelegt.
Dies ist nicht mehr unsere "Kameradschaft" und nicht mehr meine SKO.
Um all diesem nicht noch Vorschub zu leisten, empfehle ich auch Euch Eure Mitgliedschaft zu kündigen.
Kündigung bitte schicken an: volker.christmann@t-online.de
Leider muß dies sein, so leid es mir für unsere SKO tut.
Euer alter Freund und Skipper

Und hier noch ein Schreiben von unserem früheren 1. Vorsitzenden und Freund Dr. K.L. Sattler
Geschichte
eines Untergangs
SEGELT SIE ODER VERSENKT SIE,
ABER TUT SIE NICHT INS MUSEUM!
Im Jahre 1974 bin ich Mitglied der SKO
geworden. Meine erste Reise mit Hans Köhler als Skipper- führte von Reykjavik nach
Travemünde. Damals schon entstanden Freundschaften, die bis heute halten. Viele weitere
Reisen folgten, mit Hans, mit Manfred, 1979 die erste Skipperreise. Sie sind alle
aufgezeichnet, im Kopf und auch in Unterlagen. Allseits herrschte eine fast grenzenlose
Begeisterung, die Jahreshauptversammlung konnte gar nicht lange genug dauern und
Crewtreffen waren immer Riesenfeste.
Mit der gleichen Begeisterung habe ich ja gesagt, als Manfred mich 1978
fragte, ob ich denn bereit sei, die Aufgabe des Takelwartes zu übernehmen. Die Berufung
in den Kreis der Ordentlichen Mitglieder, die damit verbunden war, war für mich ebenso
eine Ehre wie die apodiktische Feststellung von Jello: Du fährst als Skipper!
Wann immer mir etwas einfiel, das ich für geeignet hielt, die Handhabbarkeit der ANITA zu
verbessern oder den Komfort für die Crews zu erhöhen, habe ich es mit den Freunden
diskutiert und vieles wurde dann auch nicht zuletzt durch deren tätige Hilfe und
Unterstützung- in die Tat umgesetzt. Der Spaß und die Begeisterung im Winter waren nicht
minder groß wie die im Sommer.
Zu dieser Zeit schon, ungefähr zu Anfang der achtziger Jahre , habe ich darüber
nachgedacht, wie die Substanz des Schiffes langfristig erhalten werden könne, denn daß
die Zeit auf See ihren Tribut forderte, war unübersehbar. Mit vielen honorigen
Mitgliedern habe ich über dieses Generalthema Gespräche geführt und korrespondiert. Von
da rührt auch der Leitspruch in der Überschrift. Er stammt von Robert (Bob)
von Linde.
Der Aufbau der SKO, wie ihn die ursprüngliche Satzung bestimmte, war ideal: Hier die
überschaubare Gruppe der Ordentlichen Mitglieder (und damit der Skipper), da die aktiven
Mitglieder in den Crews und als gemeinsamer Kristallisationspunkt unser Schiff, die ANITA.
Dieser ohne Zweifel erfolgreichen Struktur der Kameradschaft wurde 1990 durch die
eigenmächtige Hinzuberufung von neun Leuten durch den Ersten Vorsitzenden Peter Eider ein
heftiger Stoß versetzt.
Die Fakten waren von Peter Eider geschaffen, die Runde der Ordentlichen hatte keine
Gelegenheit mehr, zu beraten, ob diese Personen qualifiziert und willkommen waren. Zum
ersten Mal in der Geschichte der SKO gab es Stimmberechtigte, die keine Schiffsführer
waren (und alle kamen vom SC Rheingau).
Der endgültige Wandel von einer Kameradschaft zum Verein war damit in die Wege geleitet.
Die SKO hatte sich gleichwohl im Laufe der Zeit durch die Reisen der ANITA einen bei
Seglern viel beachteten, guten Ruf erworben, dokumentiert durch eine große Zahl von
Preisen und Medaillen.
Es ist müßig, auszuführen, welchen Skippern diese Leistungen und Ehren zu verdanken
waren. In der Chronik sind sie alle verzeichnet.
Die Zahl der Ordentlichen Mitglieder wurde immer größer, es war aber nicht erkennbar,
daß aus dem Kreise der neu hinzugekommenen wenigstens einige im Nachhinein den Ehrgeiz
entwickeln würden, zu ANITA-Skippern aufzusteigen. Stattdessen wollte man mit der
WESTWIND zu Regattaehren kommen. An dem voreiligen und in der erfolgten Weise
unautorisierten Kauf des Schiffes ist später die Freundschaft zwischen Jello Rassau und
Karl Seelbach zerbrochen (aus einem Brief von Jello Rassau vom 08.03.1996: ...Seit
dem Kauf der Westwind bauten sich innerhalb der Kameradschaft Spannungen auf, die sich ab
dem 13.01.1996 unerträglich verstärkten. Danach fanden keine Sachauseinandersetzungen
mehr statt, sondern ich wurde, besonders durch Karl Seelbach, immer wieder persönlich
diffamiert. Bei meinem Versuch, auf unserer letzten Mitgliederversammlung , ihn auf sein
unkameradschaftliches Verhalten anzusprechen, zeigte er sich völlig uneinsichtig).
Zu allem Überfluß wurde 1992 nach einer außerordentlich quälenden Diskussion eine neue
Satzung verabschiedet die noch heute gültige. Und dies aus dem einzigen Grund, weil
behauptet wurde, mit der bestehenden sei die Gemeinnützigkeit in Gefahr, Fahrtensegeln
sei kein Sport im Sinne der Abgabenordnung, stattdessen müsse Regattasegeln
hineingeschrieben werden, der Kreis der Stimmberechtigten dürfe nicht beschränkt sein
(daß der Verlust der Gemeinnützigkeit drohe, haben insbesondere Karl und Thomas Seelbach
vehement und hartnäckig vertreten).
Keine dieser Behauptungen hätte einer ernsthaften juristischen Prüfung standgehalten.
Eines der ersten Ergebnisse dieser Aktion war, daß die Zahl der Ordentlichen Mitglieder
auf über fünfzig aufgebläht wurde, mit der Folge von endlosen, fruchtlosen Diskussionen
über Quisquilien.
Die Metamorphose von der Kameradschaft zum Verein hatte noch eine Folge: ich sollte einen
technischen Berater an die Seite gestellt bekommen, dessen Hauptanliegen die Montage
weiterer Winschen an Deck für Regattazwecke war (D. Müller van Issem).
Die Ernennung des Beraters geschah ex cathedra, inspiriert von wem auch immer. Den Weg
vorausahnend, den die SKO schließlich gegangen ist, habe ich im Laufe des Jahres 1993
mein Amt als Takelwart aufgegeben (aus einem Brief von Dieter Volz vom 04.12.1993:
...Darstellung von Tradition (=Vergangenheit), Gegenwart und Zukunftsperspektiven
der SKO treffen auf ein Thema, das zu Gunsten von übereifrigem Aktionismus und
Formalismus einiger unserer jüngeren Mitglieder immer mehr vernachlässigt wird. Und
gerade bei denen fehlt dann, wenns d`rum geht, der Einsatzwille).
Die deutlich erkennbare, dringend notwendige Grundüberholung der ANITA wurde nicht
angepackt, man verlor sich solange in Details, bis der Germanische Lloyd 1995 das Schiff
für nicht mehr seetüchtig erklärte.
Jello Rassau verstand es in unnachahmlicher Weise, einem klarzumachen, wann man
Verantwortung übernehmen müsse. Als Manfred Ernst im März 1996 bereit war, Erster
Vorsitzender zu werden, bin ich seinem Ruf auf die Stelle seines Vertreters gefolgt. Die
Restaurierung der ANITA und die damit verbundene Finanzierung (zu dieser Zeit war noch
etwas von der echten Kameradschaft zu spüren) war sein Werk und dafür gebührt ihm Dank.
Manfreds Absicht, auch die Strukturen in der SKO zu verändern, hatte nur begrenzten
Erfolg. Daß die SKO und die ANITA einen eigenen Stander haben sollten, ist auf der JHV
1998 beinahe gescheitert. (Ich liebe die SKO, aber noch mehr liebe ich den
SCR, ob wohl der Sprecher dieses Satzes sich an seine damaligen Worte erinnert? Ich
habe ihn nie vergessen). Der provokante Standertausch auf der Veteranenregatta 1999 in
Laboe durch Thomas Seelbach schließt sich hier nahtlos an.
Meine Absicht war, Manfred Ernsts Arbeit weiterzuführen mit dem Leitgedanken, Jello
Rassaus Lebenswerk (die KAMERADSCHAFT) zu pflegen, das Schiff in seiner traditionellen
Form zu erhalten (vielleicht auch ein paar modernistische Auswüchse einzuhegen) und als
Fernziel die Strukturen in der SKO so zu verändern, daß die ursprüngliche Form wieder
mehr zur Geltung gekommen wäre. Das Amt als Vorsitzender auszuüben, war nie
beschwerlich, dank des tatkräftigen Einsatzes meiner Mitvorstände, des Takelwartes und
einer Reihe anderer Freunde.
Gleichwohl war eine zunächst diffuse Opposition immer zu verspüren. Ein Vorgang verdient
besondere Erwähnung: Die Teilnahme der ANITA am 12-er Cup 2007 in Flensburg. Für den
Vorstand war es selbstverständlich, daß die SKO dort angemessen repräsentiert werden
sollte. Ich habe Thomas Seelbach darauf angesprochen, woraufhin er mich einlud,
mitzusegeln. Einige Wochen später rief er mich an und lud mich wieder aus die Crew
wünsche es nicht. Ich habe das für schlechtes Benehmen gehalten, es war wohl eher ein
Zeichen für ein nahendes Unwetter. In der Form des Begehrens um Aufnahme als Ordentliches
Mitglied (neun Mitglieder des SCR) mit der Konsequenz sofortigen Stimmrechts und der dann
folgenden Abwahl meines Stellvertreters Achim Dunker in der JHV 2007 traf es ein.
Wie groß der Durchsetzungswille war, läßt sich daran ermessen, daß meine Ankündigung
nach meiner Wahl, ich würde die Annahme des Amtes vom Fortgang der weiteren Wahlen und
der Bestätigung meiner Vorstandsmitglieder abhängig machen, dennoch die bekannten Folgen
hatte.
Daß H.-D. von Wehren als Vorsitzender scheitern würde, war zu erwarten. Bei den
gegebenen Voraussetzungen waren guter Wille und gute Absichten ein Nichts. Die in der
Folgezeit im Internet öffentlich geführte Diskussion erreichte um die Jahreswende
2007/2008 ein erschütternd niedriges Niveau Manfred Ernst hat die Plattform
zeitweilig geschlossen.
Die Geschehnisse machten eine außerordentliche Versammlung notwendig. Der traditionelle
Versammlungsort Wiesbaden, bzw. dort in der Gegend, hatte schon jahrelang eine
asymmetrische Verteilung der Stimmgewichte bewirkt (am 3. November 2007 war das ja
überdeutlich). Eine Initiative von Andreas Neumann zielte darauf ab, durch den
beantragten Versammlungsort Hamburg eine andere Kräfteverteilung zu erreichen. Warum
schließlich eine Wahl zwischen Würzburg und Hamburg zustande kam, muß nicht mehr in
allen Facetten beschrieben werden.
Der vorbereitete Stimmzettel war an den Ersten Vorsitzenden H.-D. von Wehren adressiert.
Ein zu dieser Zeit völlig zerstrittener Vorstand war nicht handlungsfähig, weshalb der
Schifferrat als Schlichtungsorgan angerufen wurde. An dem Treffen in der Praxis von Dr. E.
Starke (Schifferrat und Vorstand) nahmen nach meiner Erinnerung H.-D. von Wehren, Klaus
Thiessen, Thomas Seelbach, Tobias Simon, Dr. Starke und ich teil, ebenso Christoph Raddatz
als Vertreter einer Gruppe, die auf jeden Fall Hamburg als Versammlungsort haben wollte.
Es ist mittlerweile uninteressant geworden, was alles an Argumenten herhalten musste, um
Hamburg zu verhindern. Nach dem H.-D. von Wehren einen Ordner vorgelegt hatte mit an ihn
gerichteten Stimmzetteln, zweifelte Thomas Seelbach die Auswertung an um dann
hinzuzufügen, in seinem Besitz seien 20 Stimmzettel mit Votum für Würzburg, er habe sie
aber zu Hause vergessen. Wenn das die Wahrheit war, so hat er an den Ersten Vorsitzenden
gerichtete Post schlicht unterschlagen, im anderen Falle mit dem gewünschten Erfolg
dreist gelogen.
Die Gründer der SKO haben in der Satzung den SCR als Nachfolger (Erben) im Falle der
Auflösung benannt, ebenso wie es selbstverständlich war, den SCR als Korporatives
Mitglieds zu führen (insbesondere letzteres gab es umgekehrt nie!). Niemand konnte vor
fast fünfzig Jahren ermessen, daß das einmal zu Schwierigkeiten führen könnte. Im
Vorfeld der für den 17. Februar anberaumten Mediationssitzung habe ich einen Brief an das
SCR-Mitglied H Quermann gerichtet mit dem Inhalt, wenn man einen Konsens finden wolle, so
möge er in seinem Kreis bewirken, daß in einer Neufassung der Satzung der Begünstigung
der DGzRS im Auflösungsfall zugestimmt werde. In einem zweiten Brief bat ich den
Vorsitzenden des SCR, Wolfgang Gottschalk, der SCR möge aus symbolischen Gründen auf die
korporative Mitgliedschaft in der SKO verzichten. Beide Briefe blieben unbeantwortet.
Fazit: die Mediation in Frankfurt hat nach Hörensagen acht Stunden gedauert
und nichts gebracht, der Versammlungsort Würzburg war durchgesetzt. Die halbe Ernte war
in der Scheune.
Am Beginn der a.o. Versammlung am 15. März 2008 stand schon eine absonderliche
Merkwürdigkeit: die Versammlung konnte nicht eröffnet werden, da der Erste Vorsitzende
von Wehren keine Mitgliederliste hatte.
Schriftführer Thiessen kam des bekannten Zerwürfnisses wegen nicht, gab aber die Liste
nicht dem Vorsitzenden, sondern dem Ehrenvorsitzenden Peter Eider und der war nicht da. Er
ließ es sich angelegen sein, mit der Entschuldigung Stau zwei (!) Stunden
später zu erscheinen.
Die nächste Merkwürdigkeit bestand darin, daß nicht der Tätigkeitsbericht des Ersten
sondern der des Zweiten Vorsitzenden am Beginn stand, in dieser Situation mehr als eine
Petitesse (für Unkundige: Dr. Fiegel ist Mitglied des SCR, H.-D. von Wehren
nur SKO-Mitglied). Mit der Wahl von Dr. W. Heinrich (SC Eich) zum
Versammlungsleiter verband ich die Erwartung auf einen wenigstens einigermaßen
ausgeglichenen Sitzungsverlauf. Das von ihm gleich zu Anfang inszenierte Verwirrspiel um
zwei klar formulierte und verständliche Anträge von Manfred Ernst (Stimmrecht der
Ehrenmitglieder und Nachfolgefrage) wirkte hilflos und war genial.
In der Diskussion um die Nachfolgefrage brachte K.-F. Grondei (SC Eich) das Argument,
würde die DGzRS eingesetzt, so würde ja vielleicht einmal der Vormann (Kapitän eines
Rettungskreuzers) irgendwo im Hafen mit ANITA Kreise segeln. Ein wahrhaft
unschlagbares Argument, ebenso schlicht im Geiste wie einfach peinlich.
Nach einer Reihe weiterer Merkwürdigkeiten sprach Versammlungsleiter Heinrich: Also
bleibt alles beim alten. Von ihm ungewollt die tiefe Wahrheit, für mich die Zeit zu
gehen.
In den dieser Veranstaltung folgenden Monaten habe ich befürchtet, ich hätte in der
Erklärung übertrieben, die ich zu Sitzungsbeginn abzugeben mir erlaubt habe. Es war
keine Übertreibung. Unter der Vorstandschaft von Manfred Ernst und das wage
ich zu sagen- unter der meinen- hat die Segelkameradschaft Ostsee noch einmal eine große
Zeit erlebt. Nach dem 15. März 2008 war nur noch Agonie. Das Lebenswerk eines
großen Mannes wird aus billigen Motiven zugrundegerichtet und er muß dem Geschehen am
Ende seinen Lebens auch noch zusehen. Das war der Schlusssatz meiner Erklärung in
Würzburg. Jellrich Rassau starb Anfang April 2009.
Am 12. September 2009 endet eine großartige Geschichte. Mir bleibt die Hoffnung, daß es
alsbald einen Menschen gibt, der den Mythos der ANITA erkennt und das Schiff so erhält,
wie es angemessen ist. Im anderen Falle ist es an der Zeit Bob von Linde zu folgen:
...versenkt sie..., doch dazu gehört Größe.
Ils sont arrivés
