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Törnbericht Törn A7 Jugendtörn vom 14.07. bis 17.07.08
Skipper Peter Fiegel
Nach der
Feier anlässlich des 70-ten Geburtstages der 12mR Yacht ANITA am 12.07.08 im
Flensburger
Segel Club im Yachthafen Glücksburg, wo ANITA zuvor auch an der Weltmeisterschaft der
12mR Yachten teilgenommen hatte, konnten wir am Sonntag auf das Schiff. Nach
Berichten der Vorcrew machte ANITA erhebliche Mengen Wasser, so dass Herr Falk von der
Yachtwerft Glückstadt von der geplanten Reise in die mittlere und östliche Ostsee abriet
und uns empfahl, in Küstennähe zu segeln zumal das Schiff schon am 20.07.08 im
Werfthafen in Glückstadt sein musste, da am Folgetag die Schleuse wegen einer Reparatur
für längere Zeit geschlossen bleiben würde.
Am Abend
wurde das aus Danzig anreisende Crewmitglied Christian Mertens in Sonderborg
abgeholt und ANITA dort nördlich der Alsfjord Brücke fest gemacht. . Am Montagmorgen
setzten wir Segel und konnten teils bei halbem Wind, teils durch Kreuzen rasch in den
kleinen Belt gelangen und schon am Nachmittag Middelfart erreichen. Leider war die
Reise getrübt durch große Wassermengen in der Bilge, die von Hand gelenzt werden
mussten. Fisch satt sollte uns am Abend für die Ungemach entschädigen.
Am
Dienstag, unserem 2. Reisetag, mussten wir schon wieder die Rückreise antreten, um
Kiel rechtzeitig zu erreichen. Bei zunächst leichtem NNW Wind drehte dieser später auf W
und nahm bis 6 Bf., in Böen bis 7 Bf. zu. Ein Reff wurde eingebunden, die 35 qm Fock
gesetzt. Mit teils heftigen Regenböen und einer dauernd lenzbedürftigen Bilge ankerten
wir abends in der Sonderborg Bugt in relativ ruhigem Wasser. Die Ankerwache war wohl nicht
gerade unbeliebt. Zumindest waren am anderen Morgen die Vorräte an Rum und Campari
aufgebraucht.
Zunächst
raumschots am Leuchtturm Kalkgrund vorbei, später bei halbem Wind mit 4 5 Bf. und
zuletzt mit Schauerböen gegenan gelangten wir in die Eckernförder Bucht, in der ein
lebhaftes Treiben von zahlreichen Schiffen der Marine und Hubschraubergedröhne herrschte.
Unser Bundespräsident hatte an diesem Nachmittag den Marinestandort besucht. An der
Außenpier der dortigen Marina fanden wir einen angenehmen Liegeplatz, von dem aus wir
für Nachschub des guten Flens sorgen konnten.
Am
Donnerstagnachmittag erreichten wir Laboe. Der Hafenmeister war telefonisch nicht
erreichbar. Unser angestammter Liegeplatz war natürlich belegt. So mussten wir
versuchen im Traditionshafen einen Platz zu finden. Auch dies war schwierig, weil an
diesem Tag dort umfangreiche Fernsehaufnahmen gemacht wurden und die Fischer uns
verfluchten, an deren Liegeplatz wir uns dazwischen drängten. Wir mußten mehrfach
verholen. Spät abends kam dann schon die Folgecrew mit Lothar Schneier.
Wegen
der Doppelbesetzung einiger Kojen wurde für Unterkunft in einer benachbarten Pension
gesorgt. Am Freitagmorgen sollten wir schon um 0600 Uhr in Schlepp genommen werden. Ein
Teil unserer Crew war bereit, beim Abrüsten zu helfen und schloss sich der Reise durch
den Kanal an. Nach einer Nacht vor der Schleuse in Brunsbüttel erreichten wir Glückstadt
. Dort wurden noch am Samstag, kurz bevor wolkenbruchartige Regenschauer begannen, die
Segel und Bäume abgeschlagen und zusammen mit dem Inhalt der Achterlast und anderen
Ausrüstungsgegenständen in unsere Kammer auf der Werft gebracht.
Insgesamt
hatten wir trotz der verschiedenen Probleme eine schöne Reise mit guter Stimmung an Bord.
Es wurden insgesamt 210 sm ohne Motor und 139 sm im Schlepp durch den NOK und auf der Elbe
nach Glückstadt zurück gelegt.
Die
Crew:
Günter
Kröber, Bernd Heidlindemann und Christian Mertens als Wachführer,
Sören Dersch, Robin Heidlindemann, Fritz und Paul Kröber, Konstantin Mehl und Stefanie
Schmitt als Jugendliche
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